Tandava Newsletter Januar-März '19
oder:
"Tandava und die Bedeutung von Musik"

Die Rolle von Musik zur Erweiterung unseres Bewusstseins ist schon lange bekannt. Wir haben z.B. im indischen Nada Yoga Klänge und Gesang, um feinstoffliche Wirkungen
in der Meditation hervorzurufen.
Musik spielt auch eine große Rolle in manchem Sufi-Orden beim Drehtanz der Derwische.
Und Dr. Oruc Güvenc hatte vor einiger Zeit die alt-orientalische Musiktherapie wieder entdeckt,
in der Kranke in Spitälern im mittelalterlichen osmanischen Reich von Musikern geheilt wurden.

Die Wirkung und Heilungskraft der menschlichen Stimme beim Besingen ist bei
sibirischen Schamanen und tibetischen Lamas gängige Praxis.

Warum "wirkt" denn der Klang ?

Klang ist rein physikalisch gesehen eine Schwingung, genauso wie Farben sehen oder
auch rhythmische Muster hören (z.B. Trommeln) Wir nehmen die Schwingungen wahr mit unseren Sinnesorganen,
synchronisieren uns damit und treten in Resonanz.

Wenn wir in Resonanz sind, fängt unser Körper und Geist wie ein gut gestimmtes Musikinstrument
zu schwingen an, die Musik "berührt" und inspiriert uns.

Unser Bewusstsein folgt dieser Inspiration, interpretiert die Musik, erweitert sie gedanklich
und lässt den Körper gerne daran teilhaben.

Hier liegt der Schlüssel zum Tandava, dem langsamen bewegten Tanz:

Der Körper bewegt sich zu der inspirierenden Musik, und der Geist
wiederum gibt dem Körper mehr Raum und Weite für die Bewegung.

In der Tandava Praxis können wir lernen, unserem Körper eine erweiterte Räumlichkeit
durch Inspiriation und Resonanz zu geben !