Vollmond

Am 8.April 2020 um 4:34 Uhr ist Vollmond.

Dazu passend gibt es eine sehr alte yogische Meditation mit dem Mondlicht, die sehr wirkungsvoll ist und gerade zu unserer Zeit sehr passend ist.....

Der Yoga des Mondes

Dieser Yoga des Mondes ist berühmt für seine Heilkräfte und dafür, den Körper von allen Erinnerungen, psychologischem und körperlichen Leiden rein zu waschen.
Man kann ihn während des Vollmondes machen, aber auch immerzu, indem man diesen Vollmond visualisiert.
Wir nehmen oft Mondbäder, um im Körper den Energiekreislauf wiederherzustellen und, um die subtilen Kanäle zum Leuchten zu bringen.
Es ist eine kraftvolle Praxis, deren wohltuende Wirkungen sich ziemlich schnell spüren lassen. Das ist auch das Mittel, um den Körper in einem hohen Energiezustand zu halten.

Du schwebst nackt im nachtblauen Raum, diesmal mit geschlossenen Augen.
In deinem Rücken erscheint ein prachtvoller Vollmond.
Du siehst ihn nicht, aber du spürst, wie sein Strahlen beginnt, durch deinen Körper zu dringen.
Da dein Wunsch ihn zu betrachten wächst, stellst du dir vor, dass deine Augäpfel sich nach hinten drehen.
Du betrachtest einen Punkt unterhalb deines Hinterkopfs, und du nimmst die Energie des Dreiecks zwischen deinen beiden Augen und dem Punkt wahr.
Ganz und gar auf Wunsch ausgerichtet, den Mond zu betrachten, beruhigt sich Dein Verstand.
Auf der Höhe des Hinterkopfs entsteht eine Öffnung, und du kannst jetzt diesen prachtvollen Vollmond hinter deinem Rücken sehen.
Der Mond ist riesig, er ist dir ziemlich nahe und strahlt.
Deine Betrachtung lässt plötzlich einen Mondstrom hervor kommen, der den nachtblauen Raum durchquert, ein Fluss vom Durchmesser deines Handgelenks.
Dieser Strom, weiß wie Milch, dringt von hinten in deinen Kopf ein.
Er ist reißend, er breitet sich in deinem Gehirn, deinem Mund, deinem Hals aus und ergießt sich in den Brustkorb und die Arme, bevor er in den Bauch, das Becken, die Beine hinuntergeht.
Die Flüssigkeit geht durch die Organe, die Muskeln, die Sehnen, die Knochen und schwemmt sämtliche Schlacken, alle Spuren von Leiden weg, welche du wie kleine graue Konglomerate sehen kannst.
Alle Stellen im Körper werden angeschaut, denn das Leiden kommt von einem allgemeinen Ungleichgewicht.
Der Strom geht durch den Damm heraus und ergießt sich im nachtblauen Raum.
Wenn du diesen Yoga machst und dich dabei als Frau visualisierst, geht der Strom durch den Uterus und kommt durch die Yoni heraus.
Der Mond fließt solange durch dich durch, wie das Gleichgewicht nicht wiederhergestellt ist und die Organe noch von dunkleren Spuren besetzt sind.
Wenn du dich leuchtend und leicht fühlst, gehen die Augen wieder nach vorne.
Die Höhlung im Hinterkopf schließt sich, der Mondfluss hört auf zu sprudeln.
Die Milch geht aus deinem Körper heraus, und du betrachtest die Frische der Organe, die durch die Kraft des Mondes regeneriert worden sind.

Aus: Daniel Odier "Die verrückte Weisheit von Mahamudra", Übers. Veronika Sellier